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Vollblut-Arzt heißt Vollzeit-Arzt?

Aktualisiert: 6. Dez 2019

Von wegen: Arbeitszeitmodelle für Allgemeinmediziner sind längst nicht mehr auf Schichtarbeit und Vollzeit begrenzt. Heute zählt Flexibilität.


60-Stunden-Arbeitswoche? Für Generationen von Allgemeinmedizinern war das Alltag: immer auf Abruf; dann erst kam Familie, Freunde, Freizeit. Der alte Typus Vollblut-Arzt war darüber vielleicht auch nicht immer begeistert, einen Großteil des Lebens für die Karriere zu opfern - doch für die aktuelle Generation ist dies selbst bei aller Leidenschaft für den Beruf kein Thema.

Heute dreht sich alles um die „Arbeits-Lebenszeit-Balance“. Damit werden flexiblere Arbeitszeitmodelle immer interessanter - übrigens auch für Praxen und Kliniken. Beliebt sind:

  • Gleitzeiten und gegebenenfalls Home Office für das Erstellen von Berichten

  • Lange Mittagspausen, beispielsweise für das Einbinden von Sport oder die Versorgung von Kindern

  • Teilzeit

  • Berufsausübungsgemeinschaften

  • Geteilte Zulassungen

Deshalb sind auch Gemeinschaftspraxen heute so beliebt: denn der organisatorische Aufwand läßt sich enorm reduzieren. Im Falle von Urlaub oder Krankheit ist bereits eine Vertretung vorhanden und die Arbeitszeit kann aufgeteilt werden, ohne die Sprechzeiten für Patienten einzuschränken.


Ein erfüllter Job plus Familie und Freizeit - wie genau sieht das aus; was läßt sich konkret umsetzen?

Trendwende der Arbeitszeitmodelle

Statistisch erkennbar ist vor allem das Modell Teilzeit - wohl nicht zuletzt aufgrund der großen Anzahl weiblicher Mediziner steht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Mittelpunkt.

Immer mehr Allgemeinmediziner wollen nicht mehr in Vollzeit arbeiten und verzichten dafür auf ein hohes Einkommen. Statt „Voll-Karriere“ empfinden sie „gesunde Beziehungen“ bzw. Lebensweise, Fitness, Partnerschaft, Familie und Freunde wichtiger.

Allgemeinmediziner-Stellen müssen also einerseits entsprechend attraktiv für neue Bewerber sein - andererseits natürlich die Versorgung der Patienten sicher stellen. Gemeinschaftspraxen ermöglichen Aufgaben-Teilung, reduzierter Aufwand in der Verwaltung.

So haben junge Allgemeinmediziner lieber den Freitagnachmittag frei oder reduzieren die Arbeitszeit unter der Woche um samstags zu arbeiten - und nehmen dafür auch bereitwillig Einbußen beim Gehalt hin.


Flexibel sein heißt: selbst bestimmen

Zum Beispiel:

Arbeitszeiten-Wahl: Praxen können ihre Sprechstunden in die spätere Abendzeit verlegen oder an Samstagen geöffnet haben. Dafür aber an Freitagen oder an Vormittagen unter der Woche geschlossen haben.

Sind in einer Praxis mehrere Ärzte beschäftigt, können diese die Arbeitszeiten unter sich aufteilen, Rat beieinander suchen und Pflichten aufteilen. Die Aufgaben und Verantwortung sind in der Gesamtheit geringer. Die Freiheiten und die Chance auf Erfolg aber größer.

Neue Modelle: Mittwochs frei, dafür donnerstags bis spät abends arbeiten - wenn Arbeitgeber Flexibilität erlauben, können Ärzte ihre Zeit freier einteilen und somit Freizeit und Karriere einfacher miteinander vereinbaren.

Betreuung anbieten: Familie findet sich wieder mehr im Fokus. Das bedeutet bei den Allgemeinmediziner Jobs auch, dass Kinder versorgt und betreut werden müssen. Zuschüsse für die Betreuung oder gar Betreuungsangebote direkt vor Ort erleichtern diese Aufgabe und damit eine durchgängige Patientenversorgung.


Letztlich soll für alle Beteiligten die beste Lösung gefunden werden. Gerne erzählen wir mehr dazu. Wir würden uns freuen, Sie für unsere Verbandsgemeinde zu begeistern und erarbeiten gerne mit Ihnen Ihr persönliches Modell mit Ihren individuellen Wünsche ein. Sprechen Sie uns an!


Ihre Ansprechpartnerin zu allen Fragen in der VG Herrstein-Rhaunen:

Hotline: 06785 79 1108

m.hoffmann-schmidt@vg-herrstein.de


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