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Ein Paar, eine Praxis

in Rhaunen bietet das Medizinerehepaar Larissa und Jurij Eremenko ein breites Spektrum an hausärztlichen Leistungen sowie viele individuelle Wahlleistungen zur gesundheitlichen Vorsorge. Ein Interview mit Larissa Eremenko über ihre Geschichte und Gedanken zum Thema „Allgemeinarzt auf dem Land“:


Larissa Eremenko führt gemeinsam mit ihrem Ehemann die Praxis

Wie kam es zu der Praxisgründung in Rhaunen?

„Ach das hat sich glücklicherweise so ergeben: mein Mann war als Arzt angestellt im Krankenhaus Idar-Oberstein und machte grad seine Weiterbildung zum Allgemeinarzt. Ich hatte meine gerade abgeschlossen; da kam plötzlich das Angebote für eine Praxisübernahme in Rhaunen. Wir haben kurz überlegt und waren uns aber schnell einig, dass das für uns hier das Richtige ist.“


Welche Vorteile sehen Sie gegenüber der Stadt?

„Auf jeden Fall die Nähe zur Natur und die gute Lebensqualität: deshalb haben wir uns damals ja auch so entschieden. Wir haben hier ein schönes Haus, da kann man auch mal in der Mittagspause im Garten sitzen oder sich entspannen - das schätzen wir beide schon sehr. Als Mediziner will man sich ja einsetzen und ist oft gefordert. Hier auf dem Land kriegt man aber dafür auch wirklich viel von den Patienten zurück; man begleitet Familien oft über Generationen, man kennt sich, trifft sich auch im gemeinsamen Alltag, zb im Verein oder beim Einkaufen.“


Jurij Eremenko ist nebenbei im Fußballverein aktiv.

Wie hat es Ihr persönliches Leben beeinflusst?

„Wir konnten uns beide von Anfang an als Ärzte beruflich verwirklichen, aber gleichzeitig auch ein schönes Privatleben haben. Bei der Praxisübernahme waren unsere beiden Töchter ja noch recht klein bzw in der Schule. Die Ältere hat ihr Studium in Frankfurt inzwischen schon abgeschlossen - lebt und arbeitet seit zwei Jahren nun in Idar-Oberstein wieder bei uns in der Nähe; die andere steht vorm Abitur. Wir sind alle auch in unserer Freizeit aktiv hier: mein Mann spielt Fussball im Verein; ich mache Pilates und Yoga - übrigens oft gemeinsam mit Praxis-Kollegen und Patienten. Das ist schön.“


Haben Sie selbst Kontakt zu Mediziner-Nachwuchs?

„Ja, sehr intensiv pflegen wir eine enge Beziehung zur Uni Mainz; verschiedene Studenten kommen für Block-Praktika zu uns. Jedes halbe Jahr andere, also jeweils 2 Wochen pro Semester. Was für alle Beteiligten eine Bereicherung ist: denn so lernen die Studenten viel über den Alltag in der Allgemeinarzt-Praxis und Ein anderes Modell, dass wir mit der Uni Mainz durchführen heißt: MA-BS (Mainzer Allgemeinmedizin Begleitende Studieren). Wir haben erst vor einem Jahr angefangen bei diesen Model mitzumachen: hier kommt nun eine Studentin an einem Tag pro Quartal regelmäßig in die Praxis, ab dem 4 Semester bis zu Ende des Studiumzeit. Hier können dann auch Patientenbeziehungen aufgebaut werden. Auch das ist sehr gut angelaufen.“



Was würden sie gerne zu dem Thema „Arzt auf dem Land“ sagen?

„Also erstens: wir sind ja nicht so weit weg von allem; im Gegenteil. Wir fahren auch ins Theater, Oper oder zum Einkaufen in die Städte: wir haben sogar die Auswahl: Saarbrücken, Mainz, Trier, Kaiserslautern, Luxemburg - alles in einer guten Stunde zu erreichen. Wir haben auch Freunde in Düsseldorf, die wir öfter besuchen - ist auch nicht die Welt. Jungen Ärzten würde ich das nur empfehlen: denn sie sind hier wirklich frei. Man hat als Mediziner die Chance, vieles selbst zu machen; über verschiedene Fachrichtungen kann man sich ein breites Wissen aufbauen. Die Gesamtstruktur mit Krankenhäusern und Rettungsdiensten ist auch gut. Es ist wirklich höchste Zeit, dass die Vorurteile gegenüber Allgemeinärzten auf dem Land abgebaut werden. Spätestens seit der Corona-Krise ist doch klar, dass wir hier auf dem Land eigentlich das bessere Leben haben.“


Interessieren Sie sich auch für eine Praxisgründung oder Übernahme? Gerne sprechen wir mit Ihnen über Ihre Vorstellungen und erarbeiten gemeinsam ein massgeschneidertes Modell. Wir würden uns freuen, Sie für unsere Verbandsgemeinde zu begeistern!


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